Motivation
Das Forschungsprojekt „Log-Chain“ ist ein direktes Folgeprojekt auf die Potentialstudie „Blockchain-Technologie als Treiber für die Digitalisierung der Forstwirtschaft“.
Mit dem Hintergrund, dass die zunehmenden Anforderungen der Allgemeinheit an den Wald und seine Bewirtschaftung auch in der Holzlogistik die Sicherstellung und Beweisführung erfordert und dass die durchgeführten Prozesse nach allgemein anerkannten Verfahren durchgeführt und dokumentiert werden.
Dies gilt insbesondere für Logistikprozesse, die aufgrund von Kalamitätssituationen in der Forstwirtschaft eingeleitet und durchgeführt werden.
Durch die Trockenjahre ab 2018 sowie dem flächigen Ausfall von Baumarten durch abiotische und biotische Schaderreger ist für die deutsche Forstwirtschaft eine Situation entstanden, die eine grundsätzliche Überprüfung vorhandener Kalamitätsbewältigungsstrategien besonders in Bezug auf das Lieferkettenmanagement erforderlich machen.
Die Rundholzlogistik umfasst zahlreiche Beteiligte, unterschiedliche IT-Systeme und oftmals heterogene Dokumentationsprozesse.
Dadurch entstehen Informationslücken, fehlende Vergleichbarkeit von Daten und ein hoher manueller Abstimmungsaufwand.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Transparenz, Nachweisführung, Datenqualität und prozessübergreifende Zusammenarbeit in der Holzlieferkette.
Log-Chain wurde initiiert, um diese Herausforderungen technisch und operativ anzugehen und eine Grundlage für einheitliche, konsistente und vertrauenswürdige Prozessdaten zu schaffen.


